Arbeitseinsatz am Käsbach

Am 10. und am 17. Februar 2025 staunten die Spaziergänger nicht schlecht, die am Käsbach zwischen Entringen und Breitenholz unterwegs waren.

22 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Ammerbuch, sowie ihre Lehrer/innen arbeiteten mit Sägen, Astscheren, Gartenscheren, Rechen und Kübeln an verschiedenen Stellen des Baches. Sie mühten sich, die zum Teil 6 bis 7 Meter langen Brombeerranken zu entfernen, die den Bach an manchen Stellen komplett überwucherten. Auch ein paar Zwetschgenbäume, die sich entlang des Ufers angesiedelt hatten, wurden abgesägt.

Dies war ein gemeinsamer Arbeitseinsatz der Klasse 9 mit der AG Wasser des BUND Ammerbuch.

Die AG Wasser führte in den letzten zwei Jahren zwei Gewässeruntersuchungen an verschiedenen Stellen durch (FLOW-Projekt). Das Resultat war ernüchternd: Der Zustand des Käsbachs hinsichtlich der chemischen Qualität des Wassers, der Gewässerstruktur und des Uferbewuchses sowie der Art und Häufigkeit der dort lebenden Kleinlebewesen, bewegt sich zwischen mäßig und ungenügend.

Daher haben wir eine Bachpatenschaft für einen Abschnitt zwischen Hungerbrunnen und Entringen übernommen. Ziel ist es, das Gewässer und die Uferbepflanzung nach ökologischen Gesichtspunkten zu pflegen, zu erhalten, zu reinigen und den ökologischen Zustand des Baches zu verbessern.

Die Gemeinschaftsschule zeigte Interesse an diesem Vorhaben und so konnten wir vor Beginn der Vegetationsperiode zwei gemeinsame Arbeitseinsätze durchführen. Trotz Anstrengung und stacheligen Brombeeren hatten wir auch Spaß an der Arbeit. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Schülern und Schülerinnen und ihrer Lehrerin, ihrem Lehrer für die Unterstützung und sind gespannt, ob sich dieses Projekt mit der Schule im neuen Schuljahr fortsetzen lässt.

Auf den Spuren der Biber

Am Samstag, 15.03.2025 fand die diesjährige Biberführung statt. Dieses Mal nicht an der Ammer, sondern am Käsbach, wo sich in letzter Zeit ein Biberpaar niedergelassen hat.

12 Kinder und ihre Eltern trafen sich beim Kinderhaus Alemannenweg mit Herrn Zader, dem Biberberater des Landkreises Tübingen.

Da die Wahrscheinlichkeit, einen Biber zu dieser Tageszeit zu sehen, gering ist, hatte Herr Zader sein ausgestopftes Exemplar mitgebracht, das die Kinder gefahrlos streicheln und bewundern konnten. Außerdem beeindruckte das wichtigste Werkzeug des Bibers, seine Zähne, die ständig nachwachsen und an der Vorderseite Eiseneinlagerungen haben, weshalb sie hier orange gefärbt sind.

An der ersten Hälfte des Käsbachs, südlich von Entringen, gab es noch keine Biberspuren zu erkennen. Das Revier der Biber beginnt mit dem zweiten Teil. Zunächst entdeckten die Kinder kleine abgenagte Weidenstämme, schließlich dickere Bäume, die bereits gefällt waren oder stark angenagt. Auf der Erde lagen die Holzspäne, die manche Kinder als Souvenir in die Tasche steckten.

Video eines Bibers. Und in der Nacht beim Dammbau.

Es gab Biberrutschen zu sehen und Wege der Biber zu den Obstbäumen auf der Wiese. Auch versteckte Fressplätze konnte man erkennen. Schließlich erreichte die Gruppe die Stelle des zerstörten Biberdamms, von dem nur noch die abgeräumten Zweige, Schilf und Erde am Ufer zu sehen sind.

Um 12 Uhr waren Kinder und Eltern wieder auf dem Parkplatz beim Kinderhaus und freuten sich auf ein warmes Plätzchen.