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Hochwasser- und Niedrigwassermanagement- auch eine Herausforderung für Ammerbuch?

Vortrag von Prof. Dr. habil. Heidi Elisabeth Megerle, Professur für Angewandte Geographie und Planung; Studiengangsleiterin B.Sc. Ressourcenmanagement Wasser, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

Die Titelfrage muss man nach dem Vortrag mit Ja beantworten. „Hochwasser ist grundsätzlich etwas ganz Normales“ stellte die Referentin zu Beginn des Abends klar und sprach damit die natürlichen Schwankungen der Wasserstände an. Für Ammerbuch sind jedoch die Starkregen­ereignisse von Bedeutung, die ganz lokal in kürzester Zeit, große Mengen Wasser bringen und im Zusammenhang mit dem Klimawandel häufiger werden.

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Hochwasser- und Niedrigwassermanagement – auch eine Herausforderung für Ammerbuch?

Spätestens seit den Jahrhundertfluten im Ahr- und im Erfttal im Sommer 2021 ist offensichtlich geworden, dass Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement nicht nur Gemeinden an großen Flüssen wie Rhein oder Elbe vor erhebliche Herausforderungen stellen. Der Klimawandel, Flächenversiegelung und weitere Faktoren führen dazu, dass sich jede Kommune mit diesen Gefahren und Risiken auseinandersetzen muss. Aber auch ein effektives Niedrigwassermanagement wird für Stadt- und Regionalplanung zunehmend wichtig.

Welche Herausforderungen diese Entwicklung mit sich bringt, welche Ursachen dies bedingen und welche Lösungsstrategien auf regionaler, kommunaler, aber auch individueller Ebene möglich sind, wird in einem Überblicksvortrag am 30.3.2022 dargelegt und kann in einer anschließenden Diskussion vertieft werden.

 (Prof. Dr. habil. Heidi Elisabeth Megerle, Professur für Angewandte Geographie und Planung; Studiengangsleiterin B.Sc. Ressourcenmanagement Wasser)

Auf den Spuren der Biber

Am 12.02.2022 trafen sich bei herrlichem Wetter 15 Kinder und 9 Eltern am Altinger Sportplatz.

Mit dabei war Alexander Zader, der Leiter des Ammerbucher Bauhofs und Biberbeauftragter des Landratsamtes.

Bevor wir uns auf die Spurensuche begaben, konnten die Kinder einen echten ausgestopften Biber bestaunen und streicheln, die Kiefer eines Bibers und die messerscharfen, orangenen Zähne befühlen, die neben den Vorderpfoten, die Werkzeuge dieses Baumeisters sind.

Auf dem Weg entlang der Ammer Richtung Reusten entdeckten die Kinder viele Spuren, die eine dort ansässige Biberfamilie hinterlassen hatte, gefällte Bäume, abgenagte Äste und Biberrutschen, die den Bibern einen schnellen und bequemen Rückweg ins Wasser ermöglichen. Sogar den Bau der Biber konnten wir erkennen. Zum Schutz der Bewohner verraten wir aber lieber nicht, wo er sich befindet.

Nach zweieinhalb Stunden kamen die Teilnehmer etwas müde, aber mit vielen neuen Eindrücken zum Ausgangspunkt zurück.

Wir danken Herrn Zader ganz herzlich für seine Bereitschaft, diese Biberführung für den BUND zu übernehmen und sind nachhaltig beeindruckt von seinem großen Wissen.

Küchenschellen im Kochartgraben

Im zeitigen Frühjahr,  meist schon im Februar, erscheinen  die ersten Küchenschellen im Naturschutzgebiet Kochartgraben. Zuerst kann man sie kaum entdecken in ihrem grauen Pelz. Mit steigenden Temperaturen öffnen sich mehr und mehr auch die violetten Blüten.

Aber eigentlich hätte man sie gar nicht suchen dürfen, denn in einem Naturschutzgebiet darf man die Wege nicht verlassen! Das mag für den  naturbegeisterten Besucher unverständlich und traurig sein – denn ER ist ja vorsichtig und achtet auf seine Schritte.

Aber leider verleitet das auch andere Menschen, die weniger achtsam sind, sich auf die verlockend sonnige und  trockene Grasfläche zu begeben und sich dort gemütlich niederzulassen.

Zu viele Schritte gefährden natürlich den Bestand! Das ist der Begründung für das Wegegebot in Naturschutzgebieten. Manchmal mahnt ein Piktogramm, manchmal steht auch nur „Bitte bleiben Sie auf den Wegen“ unter dem Hinweisschild.

Weil dies offenbar sehr vielen Besuchern des Kochartgrabens nicht bewusst ist und die Küchenschellen nach Auskunft des Artenschutzbeauftragten stark zurückgegangen sind, hat der BUND nach Absprache mit der Gemeinde und der Naturschutzbehörde in diesem Jahr einen Weidezaun aufgestellt, rund um die besonders attraktive freie Kuppe, um die der Weg herumführt.

Er soll nur stehen, solange die Küchenschellen blühen, und soll auch regelmäßig kontrolliert werden. Leider muss man damit rechnen, dass nicht alle Besucher sich an die Absperrung halten. Wir hoffen trotzdem auf möglichst großes Verständnis!

VIELFALT e.V. startet Modellprojekt für landwirtschaftliche Nutzung in Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind durch landwirtschaftliche Tätigkeit von Menschenhand entstanden und prägen als traditionelle Form des Obstbaus seit über 100 Jahren das Landschaftsbild entlang des Schönbuchrands. Sie sind wertvolles Kulturgut, Lieferant hochwertiger Obstprodukte, Erholungsraum und Schatzkammer der Obstsortenvielfalt.

Der Verein Vielfalt e.V. startete ein Modellprojekt für landwirtschaftliche Nutzung in Streuobstwiesen. Näheres finden Sie hier.

Das Projekt wird auch in den Schönbuch Nachrichten 2021 des Fördervereins Naturpark Schönbuch auf S. 46 erwähnt. Auch die früheren Ausgaben sind lesenswert.

Klimagärtnern

Am Dienstag, den 13.7.2021, spricht Prof. Dr. Weiss vom Steinbeiss – Innovationszentrum Tübingen um 19.30 in der Zehntscheuer Entringen zum Thema Klimagärtnern. Ein Aspekt wird die Kohlenstoff-Speicherung (Humusaufbau, Pflanzenkohle, Terra Preta) sein. Dazu laden wir alle Personen, die eines der drei Gs beherrschen, herzlich ein. Wir freuen uns im Anschluss auf eine angeregte Diskussion.